Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine
Ein photostabiler, öllöslicher organischer UV-Filter mit UVA- und UVB-Abdeckung, der moderne Breitband-Filtersysteme stabilisieren kann.
Auf einen Blick
Was Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine für die Haut tut, und wie du die praktischen Sicherheitssignale liest.
- Breitband: Bemotrizinol absorbiert UVA und UVB statt nur eines schmalen Wellenlängenbereichs.
- Photostabil: Der Filter hält UV-Exposition gut stand und kann weniger stabile Filter in einer Formel unterstützen.
- Geringe systemische Aufnahme: In einer Maximum-Use-Studie lagen Plasmaspiegel überwiegend unter der Messgrenze.
- Typ
- UV-Filter
- Bewertung
- Schwangerschaft
- Gilt als sicher
- Komedogenität
- 0/5 (Verstopft keine Poren)
- Vegan
- Ja
- Geeignet für Hauttypen
- Alle Hauttypen
Auf dieser Seite
Die kurze Antwort
Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine ist der INCI-Name von Bemotrizinol, meist als BEMT abgekürzt. Auch der Handelsname Tinosorb S ist verbreitet.
Der öllösliche organische Sonnenfilter absorbiert breit im UVA- und UVB-Bereich. Formulierer schätzen seine Photostabilität und seine Fähigkeit, andere Filter in einem System zu stabilisieren.
Im Juni 2026 nahm die US-amerikanische FDA Bemotrizinol bis zu 6 Prozent in die Monografie für rezeptfreie Sonnencremes auf[1]. Auf vielen anderen Märkten war der Filter bereits seit Jahren im Einsatz.
Warum der Name so lang ist
Auf der Zutatenliste steht der standardisierte INCI-Name:
Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine
Bemotrizinol und BEMT sind handlichere wissenschaftliche und regulatorische Bezeichnungen. Tinosorb S und Parsol Shield sind Handelsnamen von Lieferanten. Sie beziehen sich auf dasselbe Filtermolekül, können aber zugleich eine bestimmte kommerzielle Qualität meinen.
Seine Aufgabe in Sonnencreme
BEMT absorbiert ultraviolette Energie im UVA- und UVB-Bereich. Die breite Abdeckung ist nützlich in Produkten mit hohem Schutz, ersetzt aber keine Prüfung der fertigen Sonnencreme.
Ein Produkt braucht weiterhin eine sinnvolle Filterkombination, gleichmäßige Verteilung, einen stabilen Hautfilm, geprüften SPF und UVA-Schutz sowie eine Textur, die großzügig getragen wird.
BEMT in der INCI-Liste verrät etwas über das Filtersystem. Es verrät allein weder den fertigen SPF noch UVA-PF, Wasserfestigkeit, Augenverträglichkeit oder Finish.
Photostabilität und Filter-Teamwork
Manche UV-Filter verlieren unter Bestrahlung Leistung, wenn die Formel sie nicht schützt oder stabilisiert. BEMT ist für gute Photostabilität bekannt und kann andere Absorber beim Umgang mit angeregter Energie unterstützen.
Eine photochemische Studie von 2020[3] untersuchte BEMT mit weniger stabilen Filtern. Die Stabilisierung konnte sowohl durch optische Abschirmung als auch durch Energieübertragung entstehen. Übersetzt fürs Badezimmer: Filter arbeiten nicht als Fremde in getrennten Ecken. Kombination und Formulierungsumgebung bestimmen das Verhalten im Licht.
Darum führt ein Ranking einzelner INCI-Namen oft in die Irre. Formulierung ist Mannschaftssport.
Aufnahme und Sicherheit
In einer pharmakokinetischen Maximum-Use-Studie von 2023[2] wurden Sonnencremes mit 6 Prozent BEMT viermal täglich auf 75 Prozent der Körperoberfläche aufgetragen. Die Plasmakonzentrationen lagen überwiegend unter der Quantifizierungsgrenze. Die Autoren sahen darin Unterstützung für die sichere Verwendung von 6 Prozent BEMT.
Die FDA erlaubt seit 2026 diese Konzentration unter den Bedingungen der US-Monografie[1]. Die Bewertung gilt für erlaubte Konzentration, Darreichungsformen, Herstellung und fertige Produkte bei korrekter Anwendung. Sie ist keine Einladung, Rohstoff zu kaufen und Sonnencreme zu Hause zu mischen.
In der Schwangerschaft wird BEMT in regulierten fertigen Produkten verwendet und bei Anwendung nach Anleitung allgemein als mögliche Option betrachtet. Individuelle ärztliche Hinweise haben Vorrang. Gerade bei Schwangerschaftspigmentierung ist verlässlicher Breitbandschutz sinnvoll.
Empfindliche und zu Akne neigende Haut
BEMT ist kein etablierter komedogener Stoff. Die Bewertung null bedeutet hier, dass es keine guten Belege für vorhersehbares Verstopfen der Poren durch den Filter selbst gibt. Sie garantiert nicht, dass jede Sonnencreme zu jedem Gesicht passt.
Wichtiger ist die ganze Formel: Öle, Wachse, Filmbildner, Duftstoffe, Alkohol, Wasserfestigkeit, Verhalten bei Schweiß und die abendliche Reinigung.
Empfindliche Haut kann auf jedes fertige Produkt reagieren. Ein Patch-Test hilft bei verzögerter Reizung, sagt aber wenig über Augenbrennen oder das Gefühl an einem heißen Tag aus.
Die INCI-Information sinnvoll nutzen
BEMT ist kein Pflichtname, ohne den jede Sonnencreme veraltet wäre. Zuerst auf geprüfte Angaben schauen: Breitbandschutz oder anerkannte UVA-Kennzeichnung, passender SPF, Wasserfestigkeit beim Schwimmen und eine Textur, die in ausreichender Menge getragen wird.
Danach erklärt die Zutatenliste, wie die Formel diese Angaben erreichen könnte. Der UV-Index hilft bei der Tagesplanung; der Guide zum Nachcremen hält den Film draußen intakt.
Die praktische Antwort
Bemotrizinol ist ein moderner, photostabiler UVA- und UVB-Filter mit geringer gemessener systemischer Aufnahme und einer nützlichen Rolle in Breitband-Systemen.
Der lange INCI-Name lohnt sich. Die beste Sonnencreme bleibt aber das geprüfte fertige Produkt, dessen Textur angenehm genug für eine großzügige, regelmäßige Anwendung ist.
Häufige Fragen
Ist Bemotrizinol dasselbe wie Tinosorb S?
Ja. Bemotrizinol und BEMT bezeichnen den Stoff mit dem INCI-Namen Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine; Tinosorb S ist ein Handelsname.
Schützt Bemotrizinol vor UVA und UVB?
Ja. Es ist ein organischer Breitbandfilter. Der fertige Sonnenschutz muss trotzdem geprüft werden, weil die Leistung vom gesamten Filtersystem abhängt.
Eignet sich Bemotrizinol bei Akne?
Der Filter gilt nicht als typischer Porenverstopfer. Ob ein Produkt passt, hängt stärker von der gesamten Textur, anderen Bestandteilen, Schweiß und Reinigung ab.
Ist Bemotrizinol in den USA zugelassen?
Ja. Im Juni 2026 nahm die FDA Bemotrizinol unter den Bedingungen der finalen Anordnung bis zu einer Konzentration von 6 Prozent in die OTC-Monografie auf.
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Quellen
- U.S. Food and Drug Administration. FDA Expands Sunscreen Options for the First Time in 20 Years. 2026. — FDA 2026
- D'Ruiz CD, Plautz JR, Schuetz R, et al. Preliminary clinical pharmacokinetic evaluation of bemotrizinol. Regul Toxicol Pharmacol. 2023;139:105344. — PMID 36738872
- Herzog B, Giesinger J, Settels V. Insights into the stabilization of photolabile UV-absorbers in sunscreens. Photochem Photobiol Sci. 2020;19(12):1636-1649. — PMID 33300922
